Ussurische Winternächte

Sextus 1668

Nachdem die Bestien von d’Arreaux erlegt und die damit verbundene Verschwörung zerschlagen sind, kehren Edmonde Gaulle dul Motte, Alain Souvenant, Antoine Perseverant und Michael Gärlitz in Begleitung von Jean-Claude Praisse du Rachetisse nach Charousse zurück, um L’Empereur Bericht zu erstatten. Dieser ehrt die Helden dadurch, dass er sie zu einem seiner berühmten Bälle einlädt.

Vor den versammelten in Charousse residierende Adligen zeichnet er die Helden aus. Alle fünf werden mit einem Orden bedacht, und zusätzlich werden die beiden Musketiere jeweils vom Sergeanten zum Lieutenant befördert. Zudem gibt L’Empereur noch öffentlich bekannt, dass die tapferen Helden sich freiwillig gemeldet haben, um sich Montegues Ussura-Feldzug anzuschließen, um so ihre Tapferkeit und Kaisertreue ein weiteres Mal zu beweisen. Zwar hatte keiner der fünf jemals etwas derartiges geäußert, doch dem Kaiser öffentlich zu widersprechen käme einem Todesurteil gleich, sodass den Fünfen keine andere Wahl bleibt, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Claude Praisse du Rachetisse und Edmonde Gaulle dul Motte erhalten jeweils den Rang eines Oberst der montaignischen Infanterie und bekommen entsprechende Einheiten unterstellt. Die frisch zum Lieutenant beförderten Musketiere erhalten jeweils das Kommando über einen Zug Musketiere, der jedem der beiden von den Obristen geführten Battalion als Militärpolizei zugeteilt wird. Michael Gärlitz erhält den Rang eines Unteroffiziers und leitet eine der Schützengruppen in Gaulle dul Mottes Battalion. Den Rest des Monats und einen guten Teil des folgenden Monats verbringen die Helden damit, ihre neuen Einheiten kennenzulernen und mit ihnen zu trainieren.

Julius – Korantin 1668

Nachdem das neue Regiment, dem die Battalione von Gaulle dul Motte und Praisse du Rachetisse angehören, aufgestellt und trainiert wurden, marschieren die Soldaten nach Norden, um in Echine eingeschifft und nach Ussura verfrachtet zu werden. Die Reise zur See ist relativ ereignislos, so dass die Einheiten ohne nenneswerte Zwischenfälle Odyesse erreichen. Der Aufenthalt in Odyesse ist nur kurz, sollen die Soldaten doch Montegue’s Front verstärken. An einem der wenigen Abende in Odyesse trifft Alain Souvenant bei einem nächtlichen Streifzug jedoch auf eine kleine Gruppe Fidheli. Die Wahrsagerin jener Gruppe legt ihm die Karten und beendet ihre Weissagung mit den Worten. “In euch steckt viel potentila. Ihr könnt der größte Held Theahs werden – oder der größte Schurke.”

Korantin – Septinus 1668

Bereits drei Tage nach Ankunft in Ussura marschieren die beiden Battalione unter Führung von Edmonde Gaulle dul Motte und Claude Praisse du Rachetisse gen Osten, um Montegue zu verstärken. Nach einigen Scharmützeln erreichen sie Ekaternava und unterstützen die montaignischen Truppen bei der Belagerung. Auch trotz der neuen Truppen gelingt es den Montaigniern jedoch nicht, die Stadt einzunehmen, und eintreffende ussurische Truppen treiben einige der Belagerer zurück.

Montegue in Ussura

Eines Nachts erhalten Gaulle dul Motte und Praisse du Rachetisse Nachricht, dass ein Mann namens Koshchei sie außerhalb des Lagers sprechen möchte. Begleitet von den beiden Musketieren Souvenant und Perseverant sowie dem eisenländischen Jäger Michael gehen die beiden Adligen zu dem Treffen. Koshchei erzählt den fünf Männern das einige der Verschwörer, die in Montaigne entkommen sind, Grabungen am Ufer des Ozero Bodrustvovany durchführen, und dort auch anderen seltsamen Machenschaften nachgehen. Er bittet die fünf, dieser Sache nachzugehen. Als Gegenleistung verspricht er, dass ihnen und ihren Soldaten weder ussurische Freischärler noch der einsetzende ussurische Winter etwas zuleide tun werde, solange sich letztere in Richtung Montaigne zurückziehen. Da keiner der fünf wirklich ein Interesse daran hat, auf diesem zum Scheitern verurteilten Feldzug sein Leben zu lassen, sehen sie in Koshcheis Angebot die bessere Alternative. Ihre Truppen zurück nach Odyesse schickend brechen sie zu fünft auf weiter gen Osten, dem großen Binnensee entgegen.

Octavus – Nonus 1668

Am Ozero Bodrustvovany finden die fünf Helden ein kleines Lager vor. Ein bunter Haufen aus Montagniern, Castilliern, Vodacce und Eisenländern bevölkert die kleine Zeltstadt am Ufer des Sees. Unter diesen befinden sich auch Fleauraux und Friedrich Drachenberg, die die Helden noch aus Montaigne kennen. Edmonde Gaulle dul Motte wird durch eine Unachtsamkeit von den Verschwörern gefangen genommen. Bei dem durch Fleauraux durchgeführten Verhör erfährt er jedoch auch einiges über die Pläne der Verschwörer. Offensichtlich kultivieren sie einen Trank, der die einem Magier innewohnenden Kräfte verstärkt. Regelmäßig eingenommen kann so ein halbblütiger Magier die Fähigkeiten eines Vollblütigen entwickeln. Doch scheint der Trank noch keine permanente Wirkung zu haben, so dass er immer wieder aufs neue eingenommen werden muss. Kurze Zeit später schaffen es Edmondes Gefährten, ihn zu befreien.

Beim weiteren Beobachten des Lagers und einem erneuten Versuch, unbemerkt in das Lager einzudringen, findet Alain Souvenant einen Zugang zu einer Höhle am Ufer des Sees. Dort befindet sich, neben mehreren seltsamen Insektenwesen, die wohl in einer Art Winterschlaf erstarrt sind, eine seltsame Maschine syrnethischen Ursprungs, die anscheinend die Quelle für jenen seltsamen Magie verstärkenden Trank ist. Die Helden entschließen sich, jene Maschine zu vernichten, um so erneut die Pläne jener Gruppe von Verschwörern zu durchkreuzen. Nach einem schweren Kampf, bei dem mehrere der Verschwörer getötet werden, gelingt ihnen dies auch. Lediglich Drachenberg und Fleauraux können erneut entkommen.

Nonus 1668

Auf ihrer Reise zurück nach Westen erreichen die Helden Pavtlov, genau zu jenem Zeitpunkt, an dem Montegues Truppen in die verwaiste Stadt einmarschieren. Zu spät erkennt der berühmte General, dass es sich um eine Falle handelt, und die Stadt geht um die montaignischen Truppen herum in Flammen auf. Zwar kann der Großteil der montaignischen Soldaten der Flammenhölle entkommen, doch mussten sie dabei viele ihrer ohnehin schon knappen Versorgungsgüter zurücklassen. Nur noch mit dem nötigsten an Nahrung, Waffen und Munition ausgestattet beschließt Montegue die Rückkehr nach Odyesse.

Dort angekommen erfahren Montegue und die Helden, dass die im Hafen vor Anker liegenden Schiffe von montaignischen Agenten verseknt wurden. Offensichtlich will L’Empereur verhindern, dass Montegue nach Montaigne zurückkehrt. Nach kurzer Überlegung kommt Montegue zu einem Entschluss: in Ussura zu bleiben würde auf Kurz oder Lang den Tod aller Montaignier bedeuten. Der Seeweg wurde ihnen verwehrt, also bleibt nur noch die Option, auf dem Landweg nach Montaigne zurückzukehren. So bricht das montaignische Heer unter Montegue nach Westen auf, durch die Drachenberge gen Eisenland…

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Un conte montaigne... Claurer